Masturbation und Verhaltenstherapie
Wenn es um die Kontrolle der (Porno) Sucht geht lauten die klassischen Hinweise der Verhaltenstherapie:
„"Sexuelle Abstinenz: Anders als bei substanzbezogenen Süchten gehört
Sexualität zum menschlichen Leben und ein Therapieziel „Nie wieder Sex“
scheint nur in wenigen Ausnahmefällen praktikabel oder ethisch vertretbar."
Deshalb kann es hier eigentlich nur darum gehen, eine andere Form von Sexualität bzw. eine andere Art und Weise sexueller Praktik zu finden. Eine Sexualität eben, die auf Pronografie verzichtet und damit auch auf "machtvolle" Inszenierungen von Sexualität.
„"Stimuluskontrolle: Wie in dem obigen Modell beschrieben, wird sexsüchtiges
Verhalten häufig durch bestimmte Hinweisreize ausgelöst. Je nach Art der Sexuellen
Sucht müssen gerade zu Beginn der Psychotherapie bestimmte Situationen
und Reize vermieden werden. Für Pornographiesüchtige bedeutet
das zum Beispiel, dass Pornosammlungen (Bücher, Magazine, DVDs)
weggeworfen werden müssen."
Das fällt natürlich schwer, hier vor allem auf auf den Austausch in Chatroms zu verzichten. Zur Stimuluskontrolle gehört aber auch, sich aktiv mit seinen Triggern auseinander zu setzen. Aus den Augen aus dem Sinn - das wird nicht funktionieren. Deshalb die Frage nach den Möglichkeiten einer Desensibilisierung der sexuelllen Trigger. Kurz: der achtsame Weg durch die Sucht. Hier ist ja genau zu schauen, worum es geht. Sexsucht, Pornosucht, Masturbationssucht, was genau ist es denn? Eine genaue Beschreibung und Analyse des Suchtverhaltens kann hilfreich sein, wenn es um die Frage nach der richtigen Therapie bzw. therapeutsichen Intervention geht.
„"Schriftliche Selbstverpflichtung: Ähnlich wie bei stoffgebundenen Süchten
ist für eine erfolgreiche Behandlung der Sexuellen Sucht eine ausreichende Veränderungsmotivation
der Betroffenen zentral, da nur sie sicherstellt, den täglichen Verführungen zu widerstehen.
Um diese zu erhöhen, schlagen Weiss und Schneider (2006) vor, Patienten zu
ermutigen, eine schriftliche Selbstverpflichtung (Vertrag) einzugehen, in der
sie für sich konkrete Ziele formulieren und sich zum Vermeiden von Auslösern
und zum Aufbau neuer positiver, belohnender Verhaltensweisen verpflichten."
Ob das Aufschreiben hier hilfreich ist, wäre zu erproben. Wichtiger sccheint mir, sich einer neuen Haltung inner zu werden und diese auch aufrecht zu erhalten.
"„Schließlich betrifft der vierte Baustein die Rückfallprävention. Wie bei substanzbezogenen
Süchten müssen die Betroffenen frühzeitig kritische Situationen eines potenziellen Rückfalls identifizieren, um geeignete Maßnahmen zur Rückfallvermeidung ergreifen zu können."
Der entscheidende Punkt! Denn es kommt ja darauf an, eine neue Haltung, nämlich den achtsamen Umgang mit der eigenen Sexualität, einzuüben und nicht wieder in alte Masturbationsgewohnheiten zurück zu fallen.
Alle Zitate aus: (Sexuelle Sucht – eine klinische Diagnose?
Symptomatologie, Neurobiologie und Verhaltenstherapie
Rudolf Stark, Psychotherapeutenjournal, 2/2013, S. 138-145)
„"Sexuelle Abstinenz: Anders als bei substanzbezogenen Süchten gehört
Sexualität zum menschlichen Leben und ein Therapieziel „Nie wieder Sex“
scheint nur in wenigen Ausnahmefällen praktikabel oder ethisch vertretbar."
Deshalb kann es hier eigentlich nur darum gehen, eine andere Form von Sexualität bzw. eine andere Art und Weise sexueller Praktik zu finden. Eine Sexualität eben, die auf Pronografie verzichtet und damit auch auf "machtvolle" Inszenierungen von Sexualität.
„"Stimuluskontrolle: Wie in dem obigen Modell beschrieben, wird sexsüchtiges
Verhalten häufig durch bestimmte Hinweisreize ausgelöst. Je nach Art der Sexuellen
Sucht müssen gerade zu Beginn der Psychotherapie bestimmte Situationen
und Reize vermieden werden. Für Pornographiesüchtige bedeutet
das zum Beispiel, dass Pornosammlungen (Bücher, Magazine, DVDs)
weggeworfen werden müssen."
Das fällt natürlich schwer, hier vor allem auf auf den Austausch in Chatroms zu verzichten. Zur Stimuluskontrolle gehört aber auch, sich aktiv mit seinen Triggern auseinander zu setzen. Aus den Augen aus dem Sinn - das wird nicht funktionieren. Deshalb die Frage nach den Möglichkeiten einer Desensibilisierung der sexuelllen Trigger. Kurz: der achtsame Weg durch die Sucht. Hier ist ja genau zu schauen, worum es geht. Sexsucht, Pornosucht, Masturbationssucht, was genau ist es denn? Eine genaue Beschreibung und Analyse des Suchtverhaltens kann hilfreich sein, wenn es um die Frage nach der richtigen Therapie bzw. therapeutsichen Intervention geht.
„"Schriftliche Selbstverpflichtung: Ähnlich wie bei stoffgebundenen Süchten
ist für eine erfolgreiche Behandlung der Sexuellen Sucht eine ausreichende Veränderungsmotivation
der Betroffenen zentral, da nur sie sicherstellt, den täglichen Verführungen zu widerstehen.
Um diese zu erhöhen, schlagen Weiss und Schneider (2006) vor, Patienten zu
ermutigen, eine schriftliche Selbstverpflichtung (Vertrag) einzugehen, in der
sie für sich konkrete Ziele formulieren und sich zum Vermeiden von Auslösern
und zum Aufbau neuer positiver, belohnender Verhaltensweisen verpflichten."
Ob das Aufschreiben hier hilfreich ist, wäre zu erproben. Wichtiger sccheint mir, sich einer neuen Haltung inner zu werden und diese auch aufrecht zu erhalten.
"„Schließlich betrifft der vierte Baustein die Rückfallprävention. Wie bei substanzbezogenen
Süchten müssen die Betroffenen frühzeitig kritische Situationen eines potenziellen Rückfalls identifizieren, um geeignete Maßnahmen zur Rückfallvermeidung ergreifen zu können."
Der entscheidende Punkt! Denn es kommt ja darauf an, eine neue Haltung, nämlich den achtsamen Umgang mit der eigenen Sexualität, einzuüben und nicht wieder in alte Masturbationsgewohnheiten zurück zu fallen.
Alle Zitate aus: (Sexuelle Sucht – eine klinische Diagnose?
Symptomatologie, Neurobiologie und Verhaltenstherapie
Rudolf Stark, Psychotherapeutenjournal, 2/2013, S. 138-145)
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